Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Freitag, 20. November 2026 um 9:15 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Merzig, Saal 102, Wilhelmstr. 2, 66663 Merzig öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 36.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
36.000,00 €
Versteigerungstermin
20.11.2026, 09:15 Uhr
Aktenzeichen
11 K 3/26
Versteigerungsart
Teilungsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
06.07.26
Besichtigungsart
Teilbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 41 Seiten 4 MB

Objektdaten

ScheuneKellerAbstellraumGarageTerrasseSpeicher/DachbodenDusche
Objekttyp
Einfamilienhaus
Wohnfläche
114 m²
Grundstücksfläche
883 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
abbruchreif
Baujahr
vor 1914
Verfügbarkeit
leerstehend

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein einseitig angebautes Einfamilienhaus mit rückseitigen Anbauten, Garage, Stallteil und verwildertem Grundstück.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 06.07.2026 örtlich besichtigt; dabei waren nicht alle Bereiche und Bauteile begehbar oder einsehbar. Das Objekt wurde ergänzend anhand von Bauakten, Flurkarte, Baulastauskunft, Bodenrichtwert, Schnellaufmaß der Wohnfläche und Fotodokumentation bewertet.

Gebäude

Das einseitig angebaute Einfamilienhaus in Massivbauweise stammt im Ursprung schätzungsweise aus der Zeit vor 1914 und verfügt über rückseitige Anbauten. Die Wohnfläche beträgt ca. 114 qm; hinzu kommen Kellerflächen sowie Nutzflächen in den Anbauten. Wesentliche Modernisierungen der letzten rund 25 Jahre waren nicht erkennbar. Das Gebäude ist nicht barrierefrei, Erweiterungsmöglichkeiten sind nur bedingt vorhanden. Die Außenansicht zeigt einfachen Putz, teils gestrichen.

Das Haus gliedert sich in Keller-, Erd-, Ober- und nicht ausgebautes Dachgeschoss. Im Kellergeschoss befinden sich mehrere Kellerräume, ein Gewölbekeller sowie ein ehemaliger Stallbereich. Das Erdgeschoss umfasst Flur, zwei Zimmer, Küche, Bad und Terrasse; im Obergeschoss liegen vier Zimmer und ein Abstellraum. Das Dachgeschoss dient als nicht ausgebauter Speicher beziehungsweise ehemaliger Heuspeicher. Die Grundrissgestaltung ist ungünstig und nicht mehr zeitgemäß; auch die Geschoss- und Durchgangshöhen sind teils niedrig. Belichtung und Besonnung werden überwiegend als unbefriedigend beschrieben.

Konstruktiv bestehen überwiegend Bruchsteinaußenwände, teils ergänzt durch Hohlblock- oder Ziegelmauerwerk in den Anbauten. Im Kellergeschoss sind teils Natursteingewölbe und alte Stahlträgerdecken vorhanden, in Erd- und Obergeschoss überwiegend alte Holzbalkendecken. Die Erschließung der Geschosse erfolgt über eine alte Massivtreppe zum Keller, eine steile Holztreppe zum Obergeschoss und eine Ausziehleiter zum Speicher. Das Gebäude befindet sich in einem stark desolaten Zustand mit erheblichem Sanierungsbedarf an nahezu allen Bauteilen. Festgestellt wurden unter anderem Feuchtigkeit im Keller- und Erdgeschossmauerwerk, Dachundichtigkeiten, Schimmelbefall, tierische Verunreinigungen, unzureichende Tragfähigkeit mehrerer Bauteile, teils bereits eingestürzte oder notdürftig abgestützte Bereiche sowie erhebliche Defizite bei Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz. Nach dem Gutachten ist die wirtschaftliche Nutzungsdauer erreicht oder überschritten; eine Totalsanierung wird gegenüber Abbruch und Neubebauung als unwirtschaftlich angesehen.

weitere Gebäude

Zum Objekt gehören linksseitig eine Garage mit rückseitigem Stallteil und offenem Luftraum im Ober- und Dachbereich, der als ehemaliger Heuspeicher diente, sowie rückseitige eingeschossige Anbauten als frühere Lager- und Abstellräume. Diese Gebäudeteile sind überwiegend sanierungsbedürftig bis abbruchreif. Historisch war im rückwärtigen Anbau bis etwa 1945 ein kleiner Stellmachbetrieb untergebracht.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Gebäude augenscheinlich seit mehreren Jahren leerstehend und nicht vermietet.

Ausstattung

  • Dachform/Dachdeckung: Satteldach aus alter Holzkonstruktion mit alter Tonziegeldeckung, ungedämmt; mehrere Schornsteine vorhanden

  • Heizung & Warmwasser: alter, augenscheinlich nicht mehr funktionsfähiger Öl-Zentralheizkessel im Keller; Warmwasserversorgung soweit erkennbar ursprünglich über Öl-Zentralheizung; keine Heizkörper im Keller

  • Elektroinstallation: einfache, überalterte bzw. einfachste, nicht mehr zeitgemäße Installationen; Elektrozähler bereits ausgebaut

  • Fenster: ältere Holzfenster mit Isolierglas, teils mit alten Holzklappläden oder Kunststoffrollläden; im Erdgeschossbad Glasbausteine; im Keller vereinzelt schadhafte Fenster und einfache Verglasungen, mehrere Kellerräume ohne Fenster

  • Sanitärausstattung: ein älteres Bad im Erdgeschoss mit Wanne, Dusche, WC, Bidet und Waschtisch, etwa aus den 1960er/1970er Jahren

Lage

Das Objekt liegt in Merzig-Hilbringen mit rund 2.600 Einwohnern, einem Ortsteil der Kreisstadt Merzig mit etwa 30.000 Einwohnern im Landkreis Merzig-Wadern im Saarland.

Es befindet sich im alten Ortskern an einer stark befahrenen Ortsdurchgangsstraße mit dichter Straßenbebauung. Die Umgebung ist überwiegend durch wohnliche Nutzungen in zweigeschossiger Bauweise geprägt. Als Beeinträchtigungen nennt das Gutachten zeitweise starken Straßenverkehr mit Lärm, Abgasen, Staub und Unfallgefahren.

Kindergarten, Grundschule, Ärzte, Apotheke, Bäckerei, Café, Poststelle, Bankfilialen, Gärtnerei, Kfz-Werkstatt, Tankstelle, Gastronomie, Sport- und Freizeitzentrum sowie Busverbindungen sind im Ort vorhanden. Weiterführende Schulen, Krankenhaus, weitere Ärzte, Geschäfte sowie Verwaltungsangebote befinden sich im Stadtteil Merzig; ein Bahnanschluss liegt in Merzig in ca. 2 km Entfernung, der Autobahnanschluss in ca. 1 km.

Das Grundstück ist 883 qm groß, unregelmäßig zugeschnitten und im straßenseitigen Bereich leicht geneigt, im hinteren Gartenbereich eben. Die Straße ist voll ausgebaut und besitzt beidseitige Gehwege. Vorderseitig bestehen Garagenzufahrt und Hauszugang mit Fliesenbelag, ein Vorgartenbereich als Wiese mit Gartenmauer und aufgesetztem Holzzaun. Der rückwärtige Freiraum ist stark verwildert, teilweise nicht begehbar, mit abgestorbenen oder absterbenden Bäumen; Efeu und sonstiger Bewuchs haben Fassaden, Terrasse, Dachflächen, Fenster, Rollläden und Klappläden teils stark überwuchert.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

Copyright © 2026 immobilienpool.de Media GmbH & Co. KG

Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.